Zahninfos von A-Z

Rund um Zähne

Ant­wor­ten auf häu­fige Fra­gen

Ant­wor­ten auf häu­fige Fra­gen

Zähne gehen jeden von uns etwas an. Jeder Mensch wird von der Natur dazu ange­hal­ten, sich von Zeit zu Zeit mit sei­nen Zäh­nen aus­ein­an­der­zu­set­zen:

  • das Klein­kind, das seine ers­ten Zähne bekommt…
  • das Schul­kind, das seine Milch­zähne ver­liert…
  • der Erwach­sene, bei dem sich Löcher in Zäh­nen bemerk­bar machen…
  • der ältere Mensch, bei dem Zähne ver­lo­ren gehen und der sich über den Ersatz der natür­li­chen Zähne Gedan­ken machen muss…

Grund genug, sich ein­ge­hen­der mit Zäh­nen zu beschäftigen.Und wenn Sie mehr wis­sen möch­ten, rufen Sie uns ein­fach an!

Hinzu kom­men Fra­gen wie „Was ist Pro­phy­laxe?“ oder „Was hat man unter Pro­fes­sio­nel­ler Zahn­rei­ni­gung zu ver­ste­hen?“

Eine Aus­wahl an The­men, die Ant­wor­ten auf immer wie­der gestellte Fra­gen geben, haben wir hier für Sie zusam­men­ge­tra­gen.

Brenn­punkt Amal­gam

Haut und andere Organe hei­len in der Regel von selbst. Zähne lei­der nicht. Zahn­schä­den, die durch Karies oder mecha­ni­sche Beschä­di­gun­gen ver­ur­sacht wur­den, müs­sen besei­tigt wer­den, damit der ver­blei­bende Rest der Zahn­sub­stanz erhal­ten und die Funk­tion der Zähne wie­der­her­ge­stellt wird. Das steht außer Frage. Nur – wie besei­tigt man „Löcher“ am bes­ten?

Am ein­fachs­ten ist es, Löcher zu stop­fen. Am bequems­ten und preis­güns­tigs­ten ist es, Löcher in Zäh­nen mit Amal­gam zu stop­fen.

Das ist schon lange bekannt. In Europa wird Amal­gam, diese Mischung aus Queck­sil­ber und ande­ren Metal­len, seit 150 Jah­ren in der Zahn­me­di­zin ver­wen­det. In China behan­delte man schon 2000 Jahre frü­her die Zahn­fäule (Karies) durch Plom­bie­ren mit Amal­gam. Die Tech­nik nannte man „sil­ber­ner Teich“, und die­ser bestand aus 100 Tei­len Queck­sil­ber, 45 Tei­len Sil­ber und 900 Tei­len Zinn. Nach­träg­lich wurde er so fest wie Sil­ber. Bei den Grie­chen wurde Queck­sil­ber zu kul­ti­schen Zwe­cken ver­wandt. Im 9. Jahr­hun­dert n. Chr. ver­wen­de­ten die Ara­ber queck­sil­ber­hal­tige Sal­ben und auch heute noch queck­sil­ber­hal­tige Puder gegen Kopf­läuse. Bekannt ist die im 16. Jahr­hun­dert gebräuch­li­che Queck­sil­ber­kur „Kalomel“ gegen Syphi­lis.

Zahninfos zu Plastische Füllung aus Amalgam
Plas­ti­sche Fül­lung aus Amal­gam

Licht und Schat­ten

Die Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten von Amal­gam sind ver­lo­ckend: Der Zahn­arzt kann mit­tel­große Löcher – vor allem im Sei­ten­zahn­be­reich – direkt und schnell schlie­ßen. Es gibt kei­nen Fül­lungs­werk­stoff, der so leicht zu ver­ar­bei­ten, so kos­ten­güns­tig und dabei so halt­bar ist wie Amal­gam. Alter­na­tive Fül­lungs­ma­te­ria­lien wie Kunst­stoff sind bei wei­tem nicht halt­bar genug, um Amal­gam voll­stän­dig erset­zen zu kön­nen. Ein idea­ler Werk­stoff also?

Fast genau so alt wie die Geschichte des Amal­gams ist auch die immer wie­der auf­tau­chende Kri­tik an die­sem Fül­lungs­ma­te­rial. Nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen kön­nen sich toxi­sche Bestand­teile unter bestimm­ten Umstän­den aus den mit Amal­gam gefüll­ten Zäh­nen her­aus­lö­sen. Beson­ders mit dem Bestand­teil Queck­sil­ber hatte man in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der Pro­bleme. Das Syphi­lis-Medi­ka­ment Kalomel zum Bei­spiel wurde vor 1933 als Zah­nungs­hilfe für Säug­linge ver­wen­det (!), bis die in den USA für die Zulas­sung von Medi­ka­men­ten und Über­wa­chung des Medi­ka­men­ten­mark­tes zustän­dige Behörde FDA (Food and Drug Admi­nis­tra­tion) davon abriet. Aber selbst 1947 noch wurde Kalomel als Wurm­mit­tel sowie als Spül­mit­tel für Win­deln benutzt. Diese Ver­wen­dung führte zu der soge­nann­ten Akro­dy­nie, die den Tod von mehr als 500 Babys in Groß­bri­tan­nien zur Folge hatte. Als ab 1953 das Queck­sil­ber aus den Zah­nungs­mit­teln ent­fernt wurde, ging Akro­dy­nie dras­tisch zurück. Phe­nyl­queck­sil­ber­ace­tat in Latex­far­ben, Impf­stof­fen und zer­bro­che­nen Leucht­stoff­röh­ren kön­nen auch heute noch das Krank­heits­bild von Akro­dy­nie ver­ur­sa­chen.

Zahninfos: der Arzt und Alchimist Paracelsus (1493 - 1541)

Der Arzt und Alchi­mist Para­cel­sus (1493–1541) gilt als wich­ti­ger Erneue­rer der mit­tel­al­ter­li­chen Medi­zin.

Für die Beur­tei­lung der in der Welt exis­tie­ren­den Dinge, der Wesens­art der Krank­hei­ten und dem Weg zur Hei­lung durch rich­tige Arz­nei­mit­tel ent­wi­ckelte Para­cel­sus das Sys­tem der „Drei Prin­zi­pien“ Mer­kur, Sul­fur und Sal, das er teil­weise aus der ara­bi­schen Alche­mie über­nom­men hatte. Mer­kur steht dabei für das Ele­ment Queck­sil­ber (noch heute wird Queck­sil­ber im Eng­li­schen als „mer­cury“ bezeich­net). Die grund­sätz­li­che Gif­tig­keit der Sub­stan­zen war Para­cel­sus bekannt: „Alle Dinge sind ein Gift und nichts ist ohne Gift, nur die Dosis bewirkt, dass ein Ding kein Gift ist“.

Ist Amal­gam nun gesund­heits­schäd­lich oder nicht?

Amal­gam als Zahn­füll­stoff ist nach wie vor ein Reiz­thema, und die Dis­kus­sion dar­über wird oft sehr emo­tio­nal, teil­weise auch unsach­lich geführt. Stu­dien zu die­sem Thema haben offen­sicht­lich nicht zu den ein­deu­ti­gen Nach­wei­sen geführt, die benö­tigt wer­den, um Amal­gam offi­zi­ell als gesund­heits­schäd­lich zu bezeich­nen. Beden­ken gegen den queck­sil­ber­hal­ti­gen Fül­lungs­stoff wer­den jedoch wei­ter­hin von vie­len Sei­ten geäu­ßert.

Wir hal­ten uns aus der Dis­kus­sion um Amal­gam her­aus. Mit unse­ren Ein­la­ge­fül­lun­gen aus Gold und Kera­mik (mehr dazu unter „Zahn­ersatz von A‑Z“) bie­ten wir einen hoch­wer­ti­gen Ersatz für Zahn­fül­lun­gen aus Amal­gam an. Sie sind um ein Viel­fa­ches ästhe­ti­scher als amal­gam­ge­füllte Zähne und ent­hal­ten garan­tiert kein Queck­sil­ber, das sich lang­sam aus der Fül­lung her­aus­löst.

Unser Tipp: Fra­gen Sie doch ein­fach Ihren Zahn­arzt nach den Erfah­run­gen mit Amal­gam­fül­lun­gen in sei­nen eige­nen Zäh­nen.

Wenn Sie sich detail­lier­ter mit der Amal­gam-Dis­kus­sion aus­ein­an­der­setz­ten wol­len, fin­den Sie im Inter­net zum Bei­spiel auf der Web­site des ZHT-Gesund­heits­zen­trums umfang­rei­ches Infor­ma­ti­ons­ma­te­rial: http://www.amalgam-online.de . Von dort aus wer­den Sie auch auf wei­tere Ange­bote ver­linkt.

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Keine Angst: Beim Zahn­arzt sollte man sich wohl füh­len

Wenn Sie rich­tig gern zum Zahn­arzt gehen, sich prak­tisch auf jeden neuen Ter­min freuen, dann haben Sie ver­mut­lich ers­tens einen guten Zahn­arzt und zwei­tens ein Bewusst­sein dafür ent­wi­ckelt, dass der Zahn­arzt­be­such Ihr per­sön­li­ches Wohl­be­fin­den för­dert. Bravo, das ist vor­bild­lich.

Wenn Sie nicht unbe­dingt so rich­tig gern zum Zahn­arzt gehen und jedem neuen Ter­min nur mit neu­tra­len Gefüh­len ent­ge­gen­se­hen – auch dann sind Sie in Sachen Zahn­ge­sund­heit voll „im grü­nen Bereich“. Denn Sie gehen immer­hin regel­mä­ßig zum Zahn­arzt, ver­mut­lich sogar zwei­mal im Jahr.

Wenn Sie gar nicht gern zum Zahn­arzt gehen, den nächs­ten Ter­min ers­tens so weit wie mög­lich hin­aus­schie­ben und ihn zwei­tens dann mit sehr gemisch­ten Gefüh­len erwar­ten, dann gehö­ren Sie zu den 70 Pro­zent aller Men­schen, die den Zahn­arzt­be­such als unan­ge­nehm emp­fin­den. Schade eigent­lich, denn das muss nicht so sein. Es ist sogar recht leicht, seine Scheu vor dem Zahn­arzt zu ver­lie­ren. Mehr dazu wei­ter unten.

Wenn Sie große Wider­stände gegen den Zahn­arzt­be­such ver­spü­ren, die womög­lich noch mit kör­per­li­chen Reak­tio­nen wie Herz­ra­sen, Zit­tern, Schwit­zen, Übel­keit, Brust­schmer­zen, Ver­kramp­fun­gen oder ähn­li­chem ver­bun­den sind, dann gehö­ren Sie zu den geschätz­ten 12 Pro­zent der Men­schen, die unter Zahn­arz­tangst (Zahn­be­hand­lungs­pho­bie) lei­den. Sie ver­mei­den den Zahn­arzt­be­such und neh­men lie­ber eine Ein­schrän­kung ihrer Lebens­qua­li­tät durch eine man­gelnde Zahn­ge­sund­heit in Kauf. Doch die gute Nach­richt: Ihnen kann gehol­fen wer­den.

Das Pro­fi­team „Zahn­arzt­pra­xis“ steht zu Ihrer Ver­fü­gung – nicht umge­kehrt

Ein gewis­ses Unwohl­sein vor einem bevor­ste­hen­den Zahn­arzt­be­such ist völ­lig nor­mal. Schließ­lich besteht dabei die Mög­lich­keit, dass man zum Bei­spiel einer nach­läs­si­gen Zahn­pflege über­führt wird – wie pein­lich. Die Gründe für das Unwohl­sein ver­ber­gen sich meist tief in der Psy­che. Sie sind oft weder direkt greif­bar noch ver­nünf­ti­gen Argu­men­ten zugäng­lich oder beherrsch­bar. Natür­lich ist da auch die Angst vor Schmer­zen. Und ein tie­fes Gefühl der Hilf­lo­sig­keit und des Aus­ge­lie­fert­seins auf dem Zahn­arzt­stuhl, das Gefühl, wäh­rend der Behand­lung nicht atmen zu dür­fen und noch viele Gründe mehr. Das Wich­tigste ist, dass Ihnen als Pati­ent klar ist, dass Ihr Besuch beim Zahn­arzt immer dazu dient, Ihr eige­nes Wohl­be­fin­den zu ver­bes­sern und dass in der Pra­xis ein pro­fes­sio­nel­les Team war­tet, das hel­fen und hei­len und nicht ver­let­zen oder vor­sätz­lich Schmerz ver­ur­sa­chen will.

Wenn Sie zum Zahn­arzt müs­sen, den­ken Sie an den Erfolg nach der Behand­lung, an das gute Gefühl, schmerz­frei zu sein und wie­der offen lächeln zu kön­nen, ohne sich wegen schlech­ter Zähne schä­men zu müs­sen. Die zahn­ärzt­li­che Behand­lung ist nur ein Mit­tel – wor­auf es aber ankommt, ist das Ziel.

Zum Wohl­füh­len in die Zahn­arzt­pra­xis

Viele moderne Pra­xen machen es ihren Pati­en­ten heute leicht, gern zum Zahn­arzt gehen zu wol­len. Sie schaf­fen eine Atmo­sphäre des Wohl­be­fin­dens, indem sie zum Bei­spiel unnö­tig lange War­te­zei­ten ver­mei­den, beru­hi­gende Musik im War­te­zim­mer und Behand­lungs­raum abspie­len, ange­nehme Düfte ver­brei­ten, die nichts mit den typi­schen Gerü­chen einer Zahn­arzt­pra­xis zu tun haben, eine wohn­li­che Farb­ge­stal­tung in der Pra­xis rea­li­sie­ren und vie­les mehr.

Auch über die äußer­li­chen Gege­ben­hei­ten der Pra­xis­at­mo­sphäre hin­aus haben sich viele Zahn­ärzte dar­auf ein­ge­stellt, ihren Pati­en­ten den Besuch so ange­nehm wie mög­lich zu gestal­ten. Zum Bei­spiel lei­ten die Mit­ar­bei­ter vie­ler Pra­xen Sie auf Wunsch gern an, ein­fa­che und gezielte Ent­span­nungs­übun­gen aus­zu­üben, die nicht nur vor einem Zahn­artz­be­such sehr hilf­reich sein kön­nen.

Sanfte Behand­lung – die Tech­nik macht’s mög­lich

Die Zahn­me­di­zin ist heute so weit fort­ge­schrit­ten, dass die Behand­lung auf dem Stuhl sehr sanft und stress­frei ver­lau­fen kann. Zum Bei­spiel steht bei der Betäu­bung eine Reihe von Alter­na­ti­ven zur Ver­fü­gung:

  • gut ver­träg­li­che, kaum wahr­nehm­bare Sprit­zen
  • Hyp­nose, die Sie in einen ent­spann­ten Tran­ce­zu­stand ver­setzt
  • Aku­punk­tur, die unter ande­rem bei emp­find­li­chen Zäh­nen, Par­odon­tose, Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen und Zahn­schmerz gute Wir­kung gezeigt hat

und andere Metho­den mehr.

Schwei­gen ist Sil­ber, Reden ist Gold: Es hilft!

Spre­chen Sie mit Ihrem Zahn­arzt über Ihre Emp­fin­dun­gen im Zusam­men­hang mit Ihrem Besuch bei ihm. Das ist auch für seine Arbeit mit Ihnen wich­tig. Er kann dann noch indi­vi­du­el­ler auf Sie ein­ge­hen. Erör­tern Sie gemein­sam das wei­tere Vor­ge­hen der Behand­lung. Ers­tens muss nicht alles Mach­bare auch gemacht wer­den, zwei­tens schon gar nicht auf ein­mal, und drit­tens soll­ten Sie sich stets eine gewisse Bedenk­zeit erbit­ten, um sich mit bestimm­ten Behand­lungs­ab­läu­fen see­lisch ver­traut zu machen.

Nach jeder Sit­zung soll­ten Sie noch ein­mal kurz über die Behand­lung spre­chen, um dem Zahn­arzt Hin­weise zu geben und sich selbst das eigene Erle­ben noch ein­mal vor Augen zu füh­ren. Der Behand­ler kann dann unter Umstän­den sei­ner­seits noch Tipps oder Ver­hal­tens­an­re­gun­gen geben und so den Lern­ef­fekt für ein bes­se­res Selbst­ge­fühl ver­stär­ken. Auf diese Weise kön­nen alle Betei­lig­ten noch mehr von der Behand­lung pro­fi­tie­ren.

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Mehr erfah­ren – wei­ter kom­men

Zum Ver­ständ­nis man­geln­der Moti­va­tion, zum Zahn­arzt zu gehen, sowie über Wege aus die­ser Situa­tion gibt es eine Fülle von hilf­rei­chen Infor­ma­tio­nen und Lite­ra­tur. Bera­tungs­stel­len spe­zi­ell für Zahn­arz­tangst-Pati­en­ten sind zum Bei­spiel:

MIKS-Müns­te­ra­ner Initia­tive für Selbst­hil­fe­grup­pen
Gas­selstiege 13
48159 Müns­ter
Tele­fon (02 51) 51 12 63

Münch­ner Angst-Selbst­hilfe (MAS Hamesch)
Bay­er­straße 77a
80355 Mün­chen
Tele­fon (0 89) 5 43 80 80

Selbst­hil­fe­initia­tive für Men­schen mit Angst- und Panik­ge­füh­len (PAN)
Post­fach 4112
50231 Trier
Tele­fon (06 51) 5 38 82

Wei­ter­füh­rende Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter ande­rem bei fol­gen­den Adres­sen:

Deut­sche Gesell­schaft für Zahn‑, Mund- und Kie­fer­heil­kunde e.V. (DGZMK)
Lin­de­mann­straße 96
40237 Düs­sel­dorf
Tele­fon (02 11) 61 01 98–0
Fax (02 11) 61 01 98–11
http://www.dgzmk.de

Deut­sches Insti­tut für psy­cho­so­ma­ti­sche Zahn­me­di­zin, Psy­cho­lo­gie in der Zahn­heil­kunde und zahn­ärzt­li­che Psy­cho­the­ra­pie
Lei­tung: Dr. Peter Macher, Zahn­arzt und Fach­arzt für Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Medi­zin
Haupt­straße 77
77855 Achern
Tele­fon (0 78 41) 29 08 55
Fax (0 78 41)2 89 93
http://www.oralophobie.de

Chris­toph-Dor­nier Stif­tung
Tibus­s­trarße 7–11
48143 Müns­ter
Tele­fon (02 51) 4 81 04 00
Fax (02 51) 4 81 0410
http://www.christoph-dornier-stiftung.de

Deut­sche Gesell­schaft für Zahn­be­hand­lungs­pho­bie (DGZP) e.V.
Ansprech­part­ner: Dr. Michael Leu
Lud­wig-Thoma-Straße 9
82031 Mün­chen-Grün­wald
Tele­fon (0 89) 6 49 10 76–0
Mobil­te­le­fon (01 71) 7 48 00 05
Fax (0 89) 6 49 10 76–1
http://www.zahnarztangst.de

Auch mit Hilfe umfang­rei­cher Lite­ra­tur, die sowohl Zahn­be­hand­lun­gen ins­ge­samt erklärt und beschreibt als auch damit zusam­men­hän­gende Angst erör­tert, kann man sich in das Thema ein­le­sen.

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Schöne weiße Zähne

Ein strah­len­des Lächeln ist eine der schöns­ten Aus­drucks­for­men des Men­schen. Die Stars und Pro­mi­nen­ten machen es uns vor. Das ganze Gesicht, ihre gesamte Mimik sind mit in das Lächeln ein­be­zo­gen. Eine beson­dere Rolle spie­len dabei aber die strah­len­den Zähne – natür­lich, eben­mä­ßig, voll­stän­dig und natür­lich weiß. Weiße Zähne wer­den mit Jugend­lich­keit, Gesund­heit, Kraft, Erfolg in Ver­bin­dung gebracht. Doch abge­se­hen davon, dass natür­lich gesunde Zähne gar nicht schnee­weiß sind, lau­ern Kaf­fee, Tee, Rot­wein und Niko­tin dar­auf, mit ihren Belä­gen unsere Zähne gelb bis braun zu ver­fär­ben. Diese Ver­fär­bun­gen las­sen sich aber mit „Blea­ching“ besei­ti­gen – für ein wie­der strah­len­des Lächeln.

Zahninfos: Zähne vor dem Bleaching
Zähne vor dem Blea­ching
Zahninfos: Zähne nach dem Bleaching
Zähne nach dem Blea­ching

Ihr Zahn­arzt als Weiß­ma­cher

Blea­ching (Blei­chen) ist eine Methode, natür­li­che Zähne (also keine Kro­nen, Brü­cken oder Pro­the­sen­zähne) hel­ler zu machen. Pro­fes­sio­nel­les Blea­ching erfolgt aus­schließ­lich in der Zahn­arzt­pra­xis. Das Vefah­ren wird meis­tens im Front­zahn­be­reich ange­wen­det. Benach­barte Zähne und das Zahn­fleisch um die zu blei­chen­den Zähne rund­herum wer­den dafür zum Bei­spiel mit einer spe­zi­el­len Kunst­stoff­masse abge­deckt, damit das Bleich­mit­tel nur dort wir­ken kann, wo es wir­ken soll. Anschlie­ßend trägt Ihr Zahn­arzt das Bleich­mit­tel, ein Was­ser­stoff­per­oxid-Gel, gezielt auf die zu dunk­len Zähne auf und akti­viert es durch Bestrah­lung mit blauem Licht. Oft genü­gen schon 10 Minu­ten Ein­wirk­zeit. Dabei wird weder die Zahn­ober­flä­che noch die Zahn­struk­tur ver­än­dert. Schließ­lich wird das Bleich­gel abge­saugt und abge­spült, dann der Abde­ckungs­kunst­stoff ent­fernt.

Der Erfolg des Blea­chings ist nicht immer genau vor­her­zu­sa­gen. Je nach Zahn­struk­tur und Schich­tung der Zähne ist der Auf­hel­lungs­ef­fekt unter­schied­lich inten­siv. Kro­nen, Brü­cken oder Fül­lun­gen behal­ten beim Blea­ching ihre alte Farbe. Des­halb soll­ten die Zähne zuerst gebleicht und dann neue Kro­nen oder Fül­lun­gen an die neue Zahn­farbe ange­passt wer­den.

Zu Hause ist’s nicht immer am bes­ten

Nach Abspra­che mit Ihrem Zahn­arzt kön­nen Sie Blea­ching unter bestimm­ten Umstän­den auch zu Hause durch­füh­ren. Dafür wer­den in unse­rem Den­tal-Labor Blea­ching­schie­nen für den Ober- und Unter­kie­fer indi­vi­du­ell für Sie her­ge­stellt. Diese wer­den an den Außen­sei­ten der Zähne hohl­ge­legt, um Platz für das Blea­ching-Mate­rial zu schaf­fen. Sie fül­len dann selbst das Blea­ching-Mate­rial in die Schiene ein und drü­cken die gefüll­ten Schie­nen über Ihre Zähne. Die­ses Ver­fah­ren wird auch Home-Blea­ching genannt und erfolgt meis­tens über Nacht. Das Bleich­ergeb­nis ist ent­schei­dend von der Pass­ge­nau­ig­keit der Schiene abhän­gig. Unser Labor­team ist sehr ver­siert in der Her­stel­lung von Schie­nen (mehr dazu unter „Zahn­ersatz von A‑Z“) und weiß, wor­auf es ankommt. Schie­nen, die nicht indi­vi­du­ell für Sie ange­fer­tigt wur­den – also „Kauf­haus­schie­nen“ –, kön­nen nur sel­ten ein über­zeu­gen­des Blea­ching-Ergeb­nis lie­fern.

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Mit Schutz und Pflege hal­ten die Zähne

Ihre natür­li­chen Zähne stel­len einen Wert dar, der gar nicht hoch genug ein­zu­schät­zen ist. Denn Sie haben sie nur ein­mal. Wenn sie Scha­den erlei­den – durch Karies oder Par­odon­ti­tis –, wach­sen sie nicht nach, son­dern müs­sen vom Zahn­arzt repa­riert wer­den. Des­halb ist es rat­sam, die Zähne sorg­fäl­tig zu pfle­gen, um sie lange gesund zu erhal­ten. Sie selbst kön­nen viel dazu bei­tra­gen: durch täg­li­che Zahn­pflege – auch in den Zwi­schen­räu­men – und durch gesunde Ernäh­rung.

Dar­über hin­aus ver­fügt Ihr Zahn­arzt über Instru­mente und Mit­tel, um Ihre Zähne gründ­lich und auch in den Berei­chen zu rei­ni­gen, die Sie zu Hause nicht errei­chen. Schutz vor Zahn­schä­den durch äußere Ver­let­zun­gen bie­ten zum Bei­spiel Sport­schutz­schie­nen oder Schie­nen gegen nächt­li­ches Zähn­knir­schen.

Par­odon­ti­tis: Wenn die Zähne ihre Hal­tung ver­lie­ren

Natür­li­che Zähne sind mit ihren Wur­zeln in den Kie­fer­kno­chen ver­an­kert. Rich­ti­gen Halt bekom­men die Zähne aber erst durch ihre Ein­bet­tung ins Zahn­fleisch, mit dem die Kie­fer­kno­chen über­zo­gen sind. Wenn das Zahn­fleisch gesund ist, hält es Ihre Zähne – zwar unter Wah­rung einer gewis­sen Fle­xi­bi­li­tät, aber doch sehr fest.

Was aber, wenn das Zahn­fleisch nicht mehr in der Lage ist, die Zähne fest­zu­hal­ten? Natür­lich: Dann lockern sich die Zähne mit der Zeit und kön­nen am Ende sogar ganz aus­fal­len. Die­ses Sze­na­rio ist kein Ein­zel­fall, son­dern ein weit ver­brei­te­tes Lei­den. Sta­tis­tisch gese­hen gehen sogar mehr Zähne durch Erkran­kun­gen des Zahn­hal­te­ap­pa­ra­tes ver­lo­ren als durch Karies. Jeder zweite Erwach­sene ist davon betrof­fen.

Der Ent­ste­hungs­pro­zess von Par­odon­ti­tis

Die Erkran­kung des Zahn­fleisches wird Par­odon­ti­tis genannt – frü­her fälsch­li­cher­weise „Par­odon­tose“. Sie wird durch eine Ent­zün­dung im Bereich der Zahn­wur­zel ver­ur­sacht und führt zu einem Abbau des Zahn­hal­te­ap­pa­ra­tes. Fasern, Gewebe und Kno­chen rund um die Zähne wer­den zer­stört. Das Zahn­fleisch geht zurück, die Zähne sehen län­ger aus. Die Zahn­hälse, nor­ma­ler­weise geschützt durch das Zahn­fleisch, kom­men zum Vor­schein und lie­gen frei. Par­odon­ti­tis hat nichts mit Ver­schleiß zu tun, son­dern ist allein auf das Ent­zün­dungs­pro­blem zurück­zu­füh­ren.

Sau­bere Zähne – beste Vor­aus­set­zung für Zahn­erhalt

Im Unter­schied zur Haut und zu Kno­chen hei­len kranke Zähne lei­der nicht von selbst. Beschä­di­gun­gen durch Karies oder mecha­ni­sche Ein­flüsse sind nicht wie­der rück­gän­gig zu machen. Des­halb ist es umso wich­ti­ger, dass Sie Ihre natür­li­chen Zähne sorg­fäl­tig pfle­gen. Wir wis­sen heute sehr genau, wel­che Ein­flüsse nega­tiv auf Zähne ein­wir­ken. Und wir wis­sen, wie jeder von uns auf diese Ein­flüsse reagie­ren kann, um seine Zähne ein Leben lang gesund zu erhal­ten.

Am meis­ten set­zen Karies und Zahn­fleisch­erkran­kun­gen den Zäh­nen zu. Dabei sind beide Krank­hei­ten ver­meid­bar. Mit sorg­fäl­ti­ger häus­li­cher Mund­pflege, zahn­be­wuss­ter Ernäh­rung und pro­fes­sio­nel­len Vor­beu­ge­maß­nah­men (Pro­phy­laxe) in der Zahn­arzt­pra­xis kann man ihnen erfolg­reich begeg­nen.

Nur nicht sauer wer­den!

Karies (Zahn­fäule) ist die Krank­heit mit der höchs­ten Ver­brei­tung in der Bevöl­ke­rung. Sie ent­steht durch unzu­rei­chende Zahn­pflege und fal­sche Ernäh­rung. Beide Fak­to­ren för­dern Zahn­be­läge (Plaque), in denen sich Bak­te­rien ein­nis­ten. Diese Bak­te­rien pro­du­zie­ren schäd­li­che Säu­ren, die die Zähne nach und nach zer­fres­sen. Der ursprüng­lich sehr harte Zahn­schmelz wird demi­ne­ra­li­siert und die Zahn­sub­stanz ent­kalkt, bis ein regel­rech­tes „Loch“ ent­steht. Unter­stützt wird die Arbeit der Plaque-Bak­te­rien noch durch die Säu­ren, die im Mund nach dem Genuss ins­be­son­dere zucker­hal­ti­ger Spei­sen und Getränke ent­ste­hen. Auch Spei­se­reste, die sich zwi­schen den Zäh­nen ver­fan­gen und lang­sam zer­setzt wer­den, tun ihr Übri­ges.

Karies (Zahn­fäule)

Die Bürste: der Star

Das Put­zen der Zähne ist die wich­tigste und ein­fachste Maß­nahme, die Zähne von Belä­gen und frem­den Sub­stan­zen zu befreien. Ob sie eine nor­male oder eine elek­tri­sche Zahn­bürste ver­wen­den, ist rela­tiv egal. Auf die rich­tige Putz­tech­nik kommt es an. Wie man mit leich­tem Druck ein gutes Ergeb­nis erzielt, zeigt Ihnen Ihr Zahn­arzt gern.

Ach­ten Sie dar­auf, dass sich die Bors­ten auf kei­nen Fall „piek­sig“ anfüh­len. Zahn­bürs­ten mit Bors­ten, die schon in alle Him­mels­rich­tun­gen abste­hen, soll­ten Sie bes­ten­falls zum Rei­ni­gen Ihrer Fahr­rad­kette ver­wen­den, aber nicht mehr für Ihre Zähne. Gön­nen Sie sich eine fri­sche Zahn­bürste spä­tes­tens alle drei Monate.

Zwi­schen­durch

Zähne geputzt – alles in Ord­nung? Lei­der nein. Die Zahn­bürste ist macht­los, wenn es um die Rei­ni­gung der wich­ti­gen Zahn­zwi­schen­räume geht. Aus­ge­rech­net dort also, wo sich mit Vor­liebe Essens­reste und Plaque fest­set­zen. Die Zwi­schen­räume rei­nigt man mit spe­zi­el­len Inter­den­tal­bürs­ten oder mit Zahn­seide. Diese Pro­ze­dur sollte genauso selbst­ver­ständ­lich sein wie das Zäh­ne­put­zen selbst.

Wann, wie oft und womit?

Am effek­tivs­ten putzt man nach jeder Mahl­zeit kurz und ein­mal täg­lich inten­siv für min­des­tens drei Minu­ten. Dass nicht nach jeder Mahl­zeit die Gele­gen­heit zum Zäh­ne­put­zen besteht, hat auch die Zahn­pfle­ge­indus­trie erkannt. Das Ange­bot an ein­fach zu hand­ha­ben­den Pfle­ge­pro­duk­ten ist breit und reicht von der bak­te­ri­en­hem­men­den Mund­spül­lö­sung bis zum Zahn­pfle­ge­kau­gummi. So hat wirk­lich jeder die Mög­lich­keit, seine Zähne auch unter­wegs zu pfle­gen.

Hilfe mit Che­mie

Ein wich­ti­ger Stoff, der Zähne weni­ger anfäl­lig für Säu­re­an­griffe und die Ansied­lung von Bak­te­rien macht, ist Fluo­rid. Es gibt Fluo­rid in ver­schie­de­nen Anwen­dungs­for­men: Zahn­pas­ten, Mund­spül­lö­sun­gen, Gelees, Tablet­ten, Dra­gees oder ange­rei­cher­tes Spei­se­salz. Ihr Zahn­arzt kann mehr­mals pro Jahr eine schüt­zende Fluo­rid-Schicht auf Ihre Zähne auf­tra­gen. Er kennt dar­über hin­aus wei­tere Pro­phy­laxe-Maß­nah­men, die indi­vi­du­ell auf Sie abge­stimmt wer­den.

Fluo­rid-Schutz in ver­schie­de­nen For­men

Nicht nur sau­ber, son­dern rein

Wenn Sie zuhause regel­mä­ßig und sorg­fäl­tig Ihre Zähne rei­ni­gen, haben Sie schon beste Vor­aus­set­zun­gen für den Erhalt Ihrer natür­li­chen Zähne geschaf­fen. Dar­über hin­aus ist eine pro­fes­sio­nelle Zahn­rei­ni­gung durch Ihren Zahn­arzt sehr zu emp­feh­len. Am ein­fachs­ten ist es, sie wäh­rend Ihres zwei­mal jähr­lich statt­fin­de­nen Kon­troll­be­suchs in der Pra­xis durch­füh­ren zu las­sen.

Pro­fes­sio­nelle Zahn­rei­ni­gung (PZR): Nicht nur sau­ber, son­dern rein

Eine täg­li­che, sorg­fäl­tige Pflege, wie wir sie bereits unter „Pfle­ge­hin­weise“ beschrie­ben haben, ist die beste Vor­aus­set­zung für den lebens­lan­gen Erhalt Ihrer natür­li­chen Zähne. Doch trotz aller Gewis­sen­haf­tig­keit – mit der häus­li­chen Pflege kön­nen Sie nicht jede kleinste Nische in und zwi­schen den Zäh­nen errei­chen. Dafür ist pro­fes­sio­nelle Unter­stüt­zung erfor­der­lich: Ihr Zahn­arzt ver­fügt über wei­tere Mög­lich­kei­ten, Ihre Zähne wirk­lich gründ­lich von Belä­gen zu rei­ni­gen und sie vor­beu­gend gegen Zahn­erkran­kun­gen zu schüt­zen.

Las­sen Sie den Profi ran

Wenn Sie Ihr Auto durch die Wasch­an­lage fah­ren, wird es sau­ber – keine Frage. Aber so rich­tig „poren­tief rein“, auch in den Berei­chen, die die Wasch­an­lage nicht erreicht, wird das Auto erst, wenn es ein pro­fes­sio­nel­ler Auto­pfle­ge­be­trieb auf­be­rei­tet. Was Sie Ihrem Auto gön­nen, sollte für Ihre Zähne erst recht gel­ten.

Bei der Pro­fes­sio­nel­len Zahn­rei­ni­gung (PZR) wer­den sämt­li­che har­ten und wei­chen Zahn­be­läge sowie alle Bak­te­ri­en­kul­tu­ren ent­fernt – die beste Vor­beu­gung gegen Karies und Par­odon­ti­tis. Mit spe­zi­el­len Instru­men­ten und Mate­ria­lien rei­nigt Ihr Zahn­arzt oder eine spe­zi­ell aus­ge­bil­dete Zahn­arzt­hel­fe­rin die Zahn­ober­flä­chen, die Zahn­zwi­schen­räume und die Zahn­fleisch­ta­schen. Auch die Beläge, die sich durch den Kon­sum von Kaf­fee, Tee oder Tabak­wa­ren gebil­det haben, ver­schwin­den bei der PZR.

Glän­zend gemacht

Nach der gründ­li­chen und umfas­sen­den Ent­fer­nung der Beläge wer­den die Zähne poliert, denn auf glat­ten Ober­flä­chen haben es Beläge und Bak­te­rien schwe­rer, sich in Zukunft wie­der anzu­sie­deln.

Härte zei­gen

Nach der Poli­tur über­zieht der Zahn­arzt Ihre Zähne mit einem Fluo­rid­lack. Fluo­rid här­tet die Zahn­sub­stanz und macht sie wider­stands­fä­hi­ger gegen­über Angrif­fen durch Säu­ren.

Dicht gemacht

Einen ähn­li­chen Schutz bie­tet auch die Fis­su­ren­ver­sie­ge­lung. Als Fis­su­ren bezeich­net man die Rit­zen und Grüb­chen auf den Ober­flä­chen der Backen­zähne. Sie sind schwer zu rei­ni­gen, weil die Zahn­bürste die tie­fen Stel­len in den Zäh­nen nicht erreicht. Mit Hilfe von Schutz­la­cken aus Kunst­stof­fen kön­nen sie nach einer PZR ver­sie­gelt wer­den. Sie bie­ten so wirk­sa­men Kari­es­schutz für län­gere Zeit. Ganz beson­ders bei noch unbe­schä­dig­ten Kin­der­zäh­nen ist die Fis­su­ren­ver­sie­ge­lung eine rat­same Pro­phy­la­xe­maß­nahme.

PZR erhält Ihren Zahn­ersatz

Nicht nur als Pro­phy­laxe für den Erhalt Ihrer natür­li­chen Zähne ist die PZR ein wich­ti­ger Bau­stein. Die PZR leis­tet auch einen wich­ti­gen Bei­trag zum Erhalt Ihres teil­wei­sen Zahn­ersat­zes. Durch die Ver­bes­se­rung der hygie­ni­schen Ver­hält­nisse im Mund ver­län­gert sich die Lebens­dauer von Kro­nen, Brü­cken und kom­bi­nier­tem Zahn­ersatz erheb­lich. Wenn bei Ihnen Implan­tate ein­ge­setzt wur­den, ist eine regel­mä­ßige PZR ganz beson­ders wich­tig. Denn eine erfolg­rei­che Implan­tat­ver­sor­gung ist ent­schei­dend von einer ein­wand­freien Mund­hy­giene abhän­gig.

Hei­len und schüt­zen: Schie­nen

Wenn Stö­run­gen im Biss oder im Kie­fer­ge­lenk vor­lie­gen, oder wenn die Zähne geschützt wer­den sol­len, kom­men Schie­nen zum Ein­satz. Die hoch qua­li­ta­ti­ven Schie­nen aus einem Den­tal­la­bor ent­ste­hen nach den Abfor­mun­gen des Zahn­arz­tes indi­vi­du­ell für Ihre Kie­fer und las­sen sich pass­ge­nau über die Zahn­rei­hen schie­ben.

Schie­nen schüt­zen, pfle­gen und hei­len

Zu unter­schei­den sind:

  • The­ra­pie­schie­nen (Aufbiss‑, Knirscher‑, Entspannungs‑, Dekompressions‑, Mini­plast­schie­nen)
  • Blea­ching-Schie­nen
  • Sport­schutz

Mehr über Schie­nen fin­den Sie im Bereich „Zahn­ersatz von A‑Z”

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Mate­ria­lien im Bereich Zahn­ersatz

Ver­schie­dene Indi­ka­tio­nen im Bereich der Zahn­erhal­tung (z.B. Fül­lun­gen, Inlays, Kro­nen) und des Zahn­ersat­zes (bei­spiels­weise Teil- und Total­pro­the­sen) erfor­dern ver­schie­dene Mate­ria­lien. Zu berück­sich­ti­gen sind neben Halt­bar­keit und Ver­träg­lich­keit auch ganz beson­ders Ihre Wün­sche nach Ästhe­tik. Und natür­lich auch die Kos­ten.

Bei den Werk­stof­fen unter­schei­det man nach zwei Kri­te­rien:

Es gibt Mate­ria­lien, die nach dem Anmi­schen in den defek­ten Zahn ein­ge­bracht wer­den und dann dort erstar­ren. (Bei­spiele: Amal­gam, Zement, Kom­po­site)

Und es gibt starre Mate­ria­lien, z. B. für Inlays oder Kro­nen. Dafür wird ein Abdruck vom prä­pa­rier­ten Zahn erstellt. Anhand die­ses Modells fer­tigt das Den­tal­la­bor dann den Zahn­ersatz. Als Mate­ria­lien wer­den u. a. Gold, Kera­mik und ver­gü­tete Kom­po­site ver­wen­det.

Wich­tig bei den ver­wen­de­ten Mate­ria­lien:

  • Das Mate­rial muss im Mund extre­men Belas­tun­gen stand­hal­ten kön­nen. Je nach Ein­satz (Sei­ten­zahn­be­reich, Front­zahn) sind ver­schie­dene Mate­ria­lien geeig­net.
  • Säu­ren, die im Spei­chel und in der Nah­rung ent­hal­ten sind, dür­fen das Mate­rial nicht angrei­fen.
  • Im Mund ver­wen­dete Mate­ria­lien müs­sen unter­ein­an­der ver­träg­lich sein. Es darf kein so genann­ter „Ionen­fluss“ aus­ge­löst wer­den, der bei eini­gen Men­schen zu gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen füh­ren kann.
  • Alle Mate­ria­lien müs­sen zur Sicher­heit des Pati­en­ten über eine CE-Kenn­zeich­nung ver­fü­gen und in Her­stel­lung und Ver­ar­bei­tung dem Medi­zin­pro­duk­te­ge­setz (MPG) ent­spre­chen. In unse­rem Den­tal­la­bor arbei­ten wir streng nach dem MPG!

Was Ihnen Ihre Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung bezahlt, ist die medi­zi­nisch not­wen­dige Lösung. Das ist aber nicht unbe­dingt das, was auch medi­zi­nisch wirk­lich mach­bar ist. Und es ist auch nicht immer die optisch beste Lösung. Am bes­ten, Sie spre­chen mit Ihrem Zahn­arzt. Wir haben für ihn ein umfas­sen­des Demons­tra­ti­ons-Set ent­wi­ckelt. Damit kön­nen Sie sich ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten für Ihren Zahn­ersatz schon vor­her anse­hen.

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Metall: Nicht­edel­me­talle (NEM)

Eine Wort­er­klä­rung vor­weg: Legie­run­gen

Legie­run­gen sind Mischun­gen von Metal­len, die durch Ver­schmel­zen ent­ste­hen. Der Anteil der ein­zel­nen Metalle ist je nach Anwen­dungs­be­reich im Mund­raum ver­schie­den. Legie­run­gen soll­ten keine toxi­schen (gif­ti­gen) Sub­stan­zen ent­hal­ten, um all­er­gi­sche Reak­tio­nen weit­ge­hend aus­zu­schlie­ßen.

Nicht­edel­me­tall-Legie­run­gen

Diese grau­far­be­nen und sehr har­ten Legie­run­gen sind eine Art Spar­ver­sion, die z. B. in den Berei­chen Kro­nen, Brü­cken, Teil­pro­the­sen ihren Ein­satz haben. Sie set­zen sich u. a. aus Kobalt, Chrom und Molyb­dän zusam­men. Ganz wich­tig für Sie als Pati­ent (und für unsere Mit­ar­bei­ter glei­cher­ma­ßen): In unse­rem Den­tal­la­bor wer­den nur Nicht­edel­me­tall-Legie­run­gen ver­ar­bei­tet, die frei vom gesund­heit­lich bedenk­li­chen Nickel und Beryl­lium sind!

Amal­gam

Auch Amal­gam ist eine preis­werte Nicht­edel­me­tall-Legie­rung. Amal­gam ist eines der ältes­ten Fül­lungs­ma­te­ria­lien. Ver­wen­det wird es bereits seit über 100 Jah­ren. Amal­gam ist nicht zahn­far­ben, son­dern silb­rig-grau. Es besteht zu 50% aus einem Pul­ver, das Sil­ber, Kup­fer und Zinn ent­hält, und zu 50% aus anor­ga­ni­schem Queck­sil­ber. Ein­ge­setzt wird Amal­gam vor­wie­gend im Sei­ten­zahn­be­reich, auch bei grö­ße­ren Defek­ten. Neben ästhe­ti­schen Nach­tei­len (Zahn- und Zahn­fleisch­ver­fär­bung) ver­un­si­chert die Dis­kus­sion der even­tu­el­len Schad­stoff­be­las­tung durch das ent­hal­tene Queck­sil­ber viele Pati­en­ten (siehe Brenn­punkt Amal­gam). Die Halt­bar­keit von Amal­gam­fül­lun­gen beträgt etwa 7–8 Jahre (Deut­sche Gesell­schaft für Zahn‑, Mund- und Kie­fer­heil­kunde DGZMK). Heute gibt es zu Amal­gam ästhe­ti­sche und sicher kör­per­ver­träg­li­che (bio­kom­pa­ti­ble) Alter­na­ti­ven.

Amal­gam­fül­lun­gen

Titan

Titan ist ein Rein­me­tall und eines der am häu­figs­ten vor­kom­men­den Metalle auf der Erde. Es hat ein gerin­ges Gewicht und ist aus­ge­spro­chen kör­per­ver­träg­lich (bio­kom­pa­ti­bel). Die che­misch-phy­si­ka­li­schen und bio­lo­gi­schen Eigen­schaf­ten erlau­ben einen Ein­satz in der moder­nen Zahn­pro­the­tik. Auf­grund der dun­kel­grauen Farbe ist der Ein­satz von Titan für ästhe­ti­sche Lösun­gen etwas ein­ge­schränkt. Der Haft­ver­bund Titan-Kera­mik ist eben­falls kri­tisch zu betrach­ten. Für All­er­gie­pa­ti­en­ten ist Titan jedoch oft­mals eine gute Alter­na­tive. Als gefrästes/ gedreh­tes Mate­rial wird es fast aus­schließ­lich für Implan­tate, die im Kie­fer fest ein­hei­len, ver­wen­det.

Implan­tat­pfos­ten aus Titan als künst­li­che Zahn­wur­zel

Metall: Edel­me­talle

Warum über­haupt Edel­me­tall-Legie­run­gen?

  • Sie sind che­misch resis­tent.
  • Sie sind kor­ro­si­ons- und anlauf­be­stän­dig.
  • Die Kör­per- und Gewe­be­ver­träg­lich­keit ist sehr gut.
  • Sie sind pro­blem­los zu ver­ar­bei­ten und haben eine lange Halt­bar­keit.

Gold­le­gie­run­gen

Da rei­nes Gold für die allei­nige Ver­wen­dung beim Zahn­ersatz zu weich ist, wird es mit ande­ren Metal­len zu den so genann­ten Legie­run­gen ver­schmol­zen. Gold­le­gie­run­gen ent­hal­ten, je nach Mate­ri­al­typ, vor­wie­gend Gold, dazu Sil­ber, Pla­tin, Kup­fer und zum Teil auch Pal­la­dium. In sel­te­nen Fäl­len kann ein Pati­ent gegen bestimmte Mischungs­an­teile all­er­gisch sein (z. B. Pal­la­dium). In die­sen Fäl­len kann auf eine andere Legie­rung – oder ein ande­res, all­er­gie­neu­tra­les Mate­rial wie Kera­mik – aus­ge­wi­chen wer­den. Gold­le­gie­run­gen wer­den beson­ders im Sei­ten­zahn­be­reich ein­ge­setzt. Sie hal­ten hohen Kau­be­las­tun­gen ohne Mate­ri­al­brü­che stand. Ein opti­scher Nach­teil: Gold­le­gie­run­gen sind nicht zahn­far­ben. Gold­guss­fül­lun­gen hal­ten durch­schnitt­lich 10–15 Jahre. Übri­gens: Gold­guss­le­gie­run­gen sind das bis­her ein­zige Mate­rial für Zahn­ersatz, das welt­weit genormt ist (DIN, ISO, EN, NIOM, CE) – ein Qua­li­täts­merk­mal!

Man unter­schei­det:

Gelb­gol­dene Legie­run­gen:
Diese Legie­run­gen sind meist frei von Kup­fer, Sil­ber und Pal­la­dium. Damit sind sie beson­ders für All­er­gie-Pati­en­ten geeig­net. Durch den Ver­zicht auf Pal­la­dium fehlt die­sen Legie­run­gen ein wenig die Härte.

Weiß­gol­dene Legie­run­gen:
Diese Legie­run­gen sind seit über 30 Jah­ren am Markt. Sie ent­hal­ten immer einen gerin­gen Anteil an Pal­la­dium. Sie wei­sen eine gute Härte auf und las­sen sich bes­tens ver­ar­bei­ten. Einige Zahn­tech­ni­ker behaup­ten, Pal­la­dium sei das Salz in der Suppe. Wegen der weiß-grauen Farbe muss hin­sicht­lich der Ästhe­tik jedoch beson­ders sorg­fäl­tig gear­bei­tet wer­den.

Rei­nes Gold

Rei­nes Gold (Gold­an­teil: 99,9%) ist all­er­gie­neu­tral (bio­kom­pa­ti­bel) und kor­ro­si­ons­be­stän­dig, d. h. es zer­setzt sich nicht. Es fin­det z. B. in der so genann­ten „Gal­va­no­tech­nik“ Ver­wen­dung. Gal­va­no­te­chik bedeu­tet, dass im Den­tal­la­bor mit­tels Abschei­dungs­ver­fah­ren und unter Ein­satz von elek­tri­schem Strom eine metal­li­sche Schicht, hier Gold, auf das Zahn­mo­dell auf­ge­bracht wird. Es ent­steht ein „Gold­käpp­chen“, die Basis für den Zahn­ersatz. Auf das Basis-Gold­käpp­chen wird im Den­tal­la­bor dann wie eine Außen­haut der natür­li­che Zahn aus Kera­mik nach­ge­ar­bei­tet. Gal­va­no­tech­nik kommt bei kom­bi­niert-fest­sit­zen­dem Zahn­ersatz zum Ein­satz. Das Gold­käpp­chen wird als Frik­ti­ons­le­ment bei Dop­pel­kro­nen sowie zum Eli­mi­nie­ren von Span­nun­gen in der Implan­tatt­ech­nik ein­ge­setzt („Pas­sive fit“-Fassung).

Dop­pel­kro­nen: Gal­vano-Ele­mente sor­gen bei kom­bi­nier­tem Zahn­ersatz für siche­ren Halt und gro­ßen Tra­ge­kom­fort. Innen deut­lich zu sehen: die Gold­käpp­chen.

Sil­ber

Sil­ber wird als sehr wei­ches und im Mund wenig bestän­di­ges Edel­me­tall heute nur in Form von pro­vi­so­ri­schem Zahn­ersatz ein­ge­setzt – und dann auch nur in Form einer Legie­rung. Als Bestand­teil ande­rer Legie­run­gen oder von Amal­gam ist es wei­ter­hin im Ein­satz.

Sil­ber (natür­li­ches Vor­kom­men)

Pla­tin

Die Bestän­dig­keit von Pla­tin ent­spricht der von Gold. Fes­tig­keit und Härte von Gold­le­gie­run­gen wer­den damit wesent­lich gestei­gert. Pla­tin ent­färbt das Gold. Dadurch sehen stär­ker pla­tin­hal­tige Legie­run­gen schnell blass aus. Pla­tin ist im Mund unlös­lich und außer­or­dent­lich gut ver­träg­lich.

Pal­la­dium

Pal­la­dium gehört zu der Gruppe der Edel­me­talle. Es fin­det im Bereich der Zahn­pro­the­tik sei­nen Ein­satz als Bestand­teil von Legie­run­gen. Es hat einen sehr nied­ri­gen Schmelz­punkt und lässt sich des­halb ein­fach ver­ar­bei­ten. Durch seine Härte und Bie­ge­fes­tig­keit ist es hoch belast­bar. In letz­ter Zeit ist Pal­la­dium in die öffent­li­che Dis­kus­sion gekom­men, da es als Bestand­teil von Legie­run­gen All­er­gien aus­lö­sen soll. Es gibt zahl­rei­che pal­la­di­um­freie Mög­lich­kei­ten der Zahn­ver­sor­gung. Ande­rer­seits sind in den letz­ten 30 Jah­ren mil­lio­nen­fach pal­la­di­um­hal­tige Gold­le­gie­run­gen ver­wen­det wor­den. All­er­gien tra­ten nur äußerst sel­ten auf. Wer unsi­cher ist, ob er die Mate­ri­al­vor­teile von Pal­la­dium genie­ßen kann oder lie­ber aus­wei­chen möchte, kann durch einen All­er­gie­test Sicher­heit bekom­men. Fra­gen Sie Ihren Zahn­arzt – er berät Sie gern!

Pal­la­dium-Bar­ren

Kunst­stoffe (Kom­po­site)

Als Kunst­stoff bezeich­net man eine Mischung aus Poly­me­ren (Pul­ver) und Mono­me­ren (Flüs­sig­keit), die zu einem Brei ange­rührt wer­den und dann zu Kunst­stoff aus­här­ten.

Als Kom­po­site bezeich­net man moderne Kunst­stoffe, die aus meh­re­ren Mate­ria­lien schon vor­ge­mixt sind. Sie bestehen meist aus einer Acry­l­at­ma­trix und aus 80% Füll­stoff (meist Glas- oder Kera­mik-Füll­stoff oder Co-Poly­mere).

Vor­teile:

  • kein Rest­mo­no­mer
  • mehr Härte
  • mehr Farb­sta­bi­li­tät

Je nach Ein­satz­ge­biet wer­den ver­schie­dene Kunst­stoff­mi­schun­gen (Kom­po­site) ver­wen­det. Auch in unter­schied­li­chen Far­ben. Kunst­stoff­mi­schun­gen ent­hal­ten eine Viel­zahl von che­mi­schen Ver­bin­dun­gen. Beim Kon­takt mit dem Zahn­fleisch kann es zu Reak­tio­nen kom­men. Es wer­den zudem geringe Men­gen von Form­alde­hyd und Bis­phe­nol A frei­ge­setzt, deren Aus­wir­kun­gen auf den Gesamt­or­ga­nis­mus noch nicht geklärt sind. Kunst­stoff­ma­te­ria­lien nut­zen bei inten­si­ver Bean­spru­chung schnel­ler ab als andere Werk­stoffe. Auch die Nei­gung zur Plaque-Anla­ge­rung ist ver­stärkt. Kunst­stoffe kön­nen sich außer­dem nach eini­ger Zeit im Mund durch die Feuch­tig­keits­auf­nahme (Spei­chel) ver­fär­ben. Und den­noch sind Kunst­stoffe heute aus der Zahn­pro­the­tik nicht weg­zu­den­ken. Sie sind kos­ten­güns­tig und kom­men der Zahn­farbe sehr nahe.

Zahn­fleisch­far­ben

Ple­xi­glas­ähn­lich ist der pas­send zum Mund­be­reich in Rosa­tö­nen ein­ge­färbte Kunst­stoff, der bei der Her­stel­lung von Pro­the­sen zum Ein­satz kommt. Auch rosa­far­bene Kera­mik wird bei Brü­cken für Pati­en­ten mit Zahn­fleisch-Defek­ten ver­ar­bei­tet. Rosa Basis­kunst­stoffe kön­nen für Pro­the­sen auch farb­lich indi­vi­du­ell ein­ge­färbt wer­den, so dass Total­pro­the­sen ästhe­tisch und natür­lich aus­se­hen.

Indi­vi­du­ell ein­ge­färb­tes Zahn­fleisch (rote Ästh­ethik)

Glas­klar

Man­che Pati­en­ten haben eine All­er­gie gegen den Farb­stoff im rosa­far­be­nen Pro­the­sen-Basis­ma­te­rial. In die­sem Fall wer­den Flä­chen, die dem Zahn­fleisch anlie­gen, glas­klar unter­füt­tert. Auch Auf­biss-Schie­nen wer­den aus glas­kla­rem Kunst­stoff her­ge­stellt.

Zahn­far­ben

Zahn­far­bene Kom­po­site eig­nen sich als Fül­lungs­ma­te­rial. Sie wer­den auch bei der Her­stel­lung von Ver­blen­dun­gen bei­spiels­weise von metal­li­schen Kro­nen- und Brü­cken­ge­rüs­ten ein­ge­setzt. Sie errei­chen jedoch nicht die Halt­bar­keit und die opti­sche Wir­kung von kera­mi­schen Ver­blen­dun­gen. Ein nicht zu über­se­hen­der Vor­teil: Sie kom­men der Zahn­farbe sehr nahe.

Kunst­stoffe kön­nen zahn­far­ben, zahn­fleisch­far­ben oder glas­klar sein

Spe­zi­el­les zu Kunst­stoff-Fül­lun­gen:

Kunst­stoff-Fül­lun­gen gibt es seit mehr als 10 Jah­ren. Sie bestehen zu 60–70% aus Glas- und Quarz-Teil­chen und zu rund 30–40% aus bestimm­ten Kunst­stof­fen. Je grö­ßer jedoch das Loch ist, desto schlech­ter hal­ten diese Fül­lun­gen. Denn sie brau­chen rund­herum Zahn­hart­sub­stanz, sozu­sa­gen einen Zahn­rand. Des­halb kom­men Kunst­stoff-Fül­lun­gen vor­zugs­weise bei klei­ne­ren Zahn­de­fek­ten zum Ein­satz – vor­wie­gend auch im sicht­ba­ren Bereich.

Kunst­stoff­fül­lung

All­er­gie-Kunst­offe

Einen ähn­li­chen Schutz bie­tet auch die Fis­su­ren­ver­sie­ge­lung. Als Fis­su­ren bezeich­net man die Rit­zen und Grüb­chen auf den Ober­flä­chen der Backen­zähne. Sie sind schwer zu rei­ni­gen, weil die Zahn­bürste die tie­fen Stel­len in den Zäh­nen nicht erreicht. Mit Hilfe von Schutz­la­cken aus Kunst­stof­fen kön­nen sie nach einer PZR ver­sie­gelt wer­den. Sie bie­ten so wirk­sa­men Kari­es­schutz für län­gere Zeit. Ganz beson­ders bei noch unbe­schä­dig­ten Kin­der­zäh­nen ist die Fis­su­ren­ver­sie­ge­lung eine rat­same Pro­phy­la­xe­maß­nahme.

All­er­gie-Kunst­stoff Luxene:
Luxene ist ein Vinyl-Kunst­stoff, der gegen­über her­kömm­li­chem Acry­lat viele Vor­teile bie­tet. Luxene ist gewe­be­freund­lich, erzeugt keine Schleim­haut­rei­zun­gen und ist anti­all­er­gisch. Bei Pro­the­sen ent­steht kein tro­cke­nes Gefühl im Gau­men­be­reich. Ein Nach­teil: Luxene-Pro­the­sen las­sen sich nicht unter­füt­tern, so dass in die­sem Fall gleich eine neue Basis her­ge­stellt wer­den muss.

Ace­tal – eine Metall­al­ter­na­tive für All­er­gie­pa­ti­en­ten:
Ace­tal ist ein Ther­mo­plast, der All­er­gie­pa­ti­en­ten bei Zahn­ersatz wie Teil­pro­the­sen und pro­vi­so­ri­schen Brü­cken auf­grund sei­ner Zusam­men­set­zung und sei­nem anti­all­er­gi­schen Ver­hal­ten eine große Indi­ka­ti­ons­breite bie­tet. Eigen­schaf­ten: hohe Stoß­fes­tig­keit, hohe Stei­fig­keit, opti­ma­ler Zug­wi­der­stand, geringe Wär­me­leit­fä­hig­keit, es wer­den keine all­er­gi­schen Reak­tio­nen her­vor­ge­ru­fen, ungif­tig. Nach­teil: Zur Sta­bi­li­tät ist ein höhe­rer Mate­ri­al­quer­schnitt nötig, und die Abrieb­fes­tig­keit ist sehr gering.

Kera­mik

Kera­mi­ken sind ein über­aus kör­per­ver­träg­li­ches (bio­kom­pa­ti­bles) und wider­stands­fä­hi­ges Mate­rial. Sie bestehen im Wesent­li­chen aus Sili­ci­um­di­oxid, Leu­cit und Pott­asche –oder kurz: aus Quarz und Feld­spat. („Sili­cium“ ist das latei­ni­sche Wort für „Kie­sel“.)

Zahn­far­bene Kera­mi­ken

Zahn­far­bene Kera­mi­ken stel­len höchste ästhe­ti­sche Anfor­de­run­gen zufrie­den, denn sie sind prak­tisch von der Zahn­sub­stanz nicht zu unter­schei­den. Der natür­li­che Zahn lässt sich mit allen Farb­nu­an­cen sehr genau repro­du­zie­ren. Beson­ders im sicht­ba­ren Zahn­be­reich sorgt Zahn­ersatz aus Kera­mik für ein freies, offe­nes Lächeln. Und: Kera­mi­ken sind ver­fär­bungs­si­cher! An Kera­mik haf­tet kein Plaque, und das Zahn­fleisch legt sich sau­ber an wie bei natür­li­chen Zäh­nen. Ihr Zahn­fleisch sieht damit kräf­tig und gesund aus.

Licht kann durch Kera­mik wie durch einen natür­li­chen Zahn hin­durch­strah­len. Es kommt zu kei­nen uner­wünsch­ten Licht­bre­chun­gen, die den Zahn „künst­lich“ oder leb­los aus­se­hen las­sen.

Rosa­far­bene Kera­mi­ken

Rosa­far­bene Kera­mik wird zur Abde­ckung von Zahn­fleisch­de­fek­ten unter Brü­cken­glie­dern ein­ge­setzt. Damit wirkt das Brü­cken­glied nicht län­ger als die benach­bar­ten Kro­nen.

Rosa­far­bene Kera­mik zur Abde­ckung von Zahn­fleisch­de­fek­ten
Inlay aus Kera­mik
Metall­ke­ra­mik­brü­cke

Zir­kon­oxid

Pati­en­ten fra­gen heute zuneh­mend nach hoch ästhe­ti­schem, wei­ßem Zahn­ersatz, der nicht nur wie ein natür­li­cher Zahn belas­tet wer­den kann, son­dern auch beson­ders lange halt­bar ist und außer­dem aus voll­stän­dig kör­per­ver­träg­li­chen Mate­ria­lien besteht (Bio­kom­pa­ti­bi­li­tät). Ein sol­ches „High­tech-Mate­rial“, das seine außer­or­dent­li­che Mate­ri­al­ver­läss­lich­keit bereits als Hit­ze­schild im Space Shut­tle, als Brems­schei­ben in Autos oder als hoch­feste Grund­lage für mitt­ler­weile über 300.000 künst­li­che Hüft­ge­lenke bewie­sen hat, ist das Kera­mik­ma­te­rial Zirkon(iumdi)oxid – ein Mate­rial aus der Natur. Mit Hilfe moderns­ter Tech­nik wird aus der neuen High­tech-Kera­mik ver­träg­li­cher und schö­ner wei­ßer Zahn­ersatz gefer­tigt.

Zir­kon­ge­rüst, her­ge­stellt mit einem
Voll­ke­ra­mik­brü­cke auf Zir­kon­oxid

Zir­kon­oxid bie­tet viele Vor­teile:

  • Zir­kon­oxid ist eine moderne, weiße Den­tal­ke­ra­mik und sieht von der Ästhe­tik her so natür­lich aus, dass sie vom Natur-Zahn kaum zu unter­schei­den ist.
  • Zir­kon­oxid ist aus­ge­spro­chen bie­ge­fest und zäh und damit hoch belast­bar.
  • Auf das zur Sta­bi­li­sie­rung von Zahn­ersatz oft benö­tigte Metall kann bei Zir­kon­oxid grund­sätz­lich ver­zich­tet wer­den. Damit stei­gen die Kör­per­ver­träg­lich­keit und die Ästhe­tik. Rei­ner Zir­kon­oxid-Zahn­ersatz ist zudem licht­durch­läs­sig und sieht damit natür­lich aus.
  • Zir­kon­oxid ist voll­stän­dig bio­kom­pa­ti­bel, d. h. der Kör­per reagiert auf Zir­kon­oxid nicht all­er­gisch.

All­er­gie­test

All­er­gien sind heute ein weit ver­brei­te­tes Lei­den. Viele Men­schen sind durch Sub­stan­zen z. B. aus der Umwelt in ihrem kör­per­li­chen Wohl­be­fin­den beein­träch­tigt. Die Zahn­technik hat auf diese Situa­tion reagiert und bie­tet eine sehr hohe Band­breite an ver­schie­de­nen Mate­ria­lien an, aus denen Zahn­ersatz her­ge­stellt wer­den kann. Wenn Sie unsi­cher sind, ob bestimmte Mate­ria­lien für Sie auch tat­säch­lich ver­träg­lich sind, bie­tet sich für Sie ein All­er­gie­test an.

Lei­der wer­den im gän­gi­gen All­er­gie­test oft Metall­salz­lö­sun­gen ver­wen­det. Der Kör­per spricht auf diese Salze viel stär­ker an als auf die Metalle selbst. Nach dem All­er­gie­test sind Sie also nicht unbe­dingt klü­ger als zuvor. Des­halb soll­ten Sie alle Prüf­ergeb­nisse mit Bezeich­nung der Test­stoffe im All­er­gie­pass ein­tra­gen las­sen und dann Ihrem Zahn­arzt vor­le­gen. Und keine Angst: Die meis­ten Metalle sind bes­ser als ihr Ruf und sehr gut ver­träg­lich.

Neben schul­me­di­zi­ni­schen Ver­fah­ren ste­hen Ihnen beim All­er­gie­test übri­gens auch natur­heil­kund­li­che Wege offen – fra­gen Sie Ihren Zahn­arzt, ob er diese Ergeb­nisse akzep­tiert.

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Zähne Repa­rie­ren

Der mensch­li­che Kör­per ist schon recht wun­der­sam: Schnei­det man sich in den Fin­ger, so heilt die Haut wie­der zu. Auch ein gebro­che­ner Kno­chen wächst wie­der zusam­men. Nur bei unse­ren Zäh­nen funk­tio­niert das nicht. Ist ein Zahn ein­mal beschä­digt – zum Bei­spiel durch Karies –, heilt er nicht aus, son­dern muss vom Zahn­arzt kunst­fer­tig repa­riert wer­den. Fehlt ein Zahn, ist er durch einen künst­li­chen zu erset­zen.

Die Geschichte der Zahn­pro­bleme ist ver­mut­lich genau so alt wie die Geschichte der Mensch­heit. Dass man schon vor Tau­sen­den von Jah­ren das Feh­len von Zäh­nen durch Zahn­ersatz zu kaschie­ren ver­suchte, ist his­to­risch belegt. . Die moderne Zahn­me­di­zin hält heut­zu­tage eine Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten bereit, defekte oder feh­lende Zähne so per­fekt zu repa­rie­ren und restau­rie­ren, dass man meint, man hätte es mit schö­nen, natür­li­chen Zäh­nen zu tun.

Wie schön Zahn­ersatz sein kann, der in unse­rem Labor her­ge­stellt wurde, zei­gen wir Ihnen im Bereich „Zahn­ersatz von A‑Z”. Die fol­gen­den Beschrei­bun­gen sind als all­ge­meine Mög­lich­kei­ten der Zahn­re­stau­rie­rung zu ver­ste­hen.

Fül­lun­gen

Ein Loch im Zahn wird durch eine Fül­lung ver­schlos­sen. Bei den Fül­lungs­ma­te­ria­lien unter­schei­det man zwei Typen:

Plas­ti­sche, wei­che Fül­lun­gen wer­den direkt vom Zahn­arzt in das Loch gestopft. Sie här­ten im Mund aus. Das bekann­teste Fül­lungs­ma­te­rial ist Amal­gam. Durch seine Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten eig­net es sich sogar zum Repa­rie­ren grö­ße­rer Schä­den eines Zahns. Wei­ter­hin ste­hen ver­schie­dene Zahn­ze­mente, Kunst­stoffe und Mischun­gen aus bei­den zur Ver­fü­gung. Diese Art der Fül­lun­gen haben den Vor­teil, dass sie schnell und kos­ten­güns­tig gelegt wer­den kön­nen. Ihre Nach­teile bestehen ent­we­der in der man­geln­den Ästhe­tik oder in der gerin­gen Halt­bar­keit. Sie ver­sprö­den mit den Jah­ren, und es besteht die Gefahr, dass der Zahn erneut von Karies befal­len wird und somit immer mehr von sei­ner Sub­stanz ver­liert.

Harte Fül­lun­gen (Inlays) aus Gold oder Kera­mik wer­den bei uns, in einem zahn­tech­ni­schen Labor, indi­vi­du­ell für jeden Pati­en­ten ange­fer­tigt. Der Zahn­arzt lie­fert uns dafür als Arbeits­grund­lage einen Abdruck des prä­pa­rier­ten Zahns. Auf der Basis die­ses Abdrucks model­lie­ren und gie­ßen wir die Fül­lung, die dann vom Zahn­arzt in den Zahn ein­ge­glie­dert wird. Diese Fül­lungs­art ist opti­mal bei grö­ße­ren Schä­den im Bereich der Sei­ten­zähne. Sie hält erheb­lich län­ger und ist wesent­lich sta­bi­ler als plas­ti­sche Fül­lun­gen. Bei der Restau­rie­rung von Front­zäh­nen kom­men aus­schließ­lich Kera­mik-Inlays in Frage. Zur Repa­ra­tur von abge­bro­che­nen Zahne­cken oder Löchern in den Zahn­häl­sen im Bereich der sicht­ba­ren Zähne wer­den Kera­mik­ver­blend­scha­len (Veneers) auf die schad­haf­ten Zähne auf­ge­setzt – sozu­sa­gen eine neue Fas­sade für die natür­li­chen Zähne. Inlays sind sowohl sehr halt­bar als auch – im Fall von Kera­mik – ästhe­tisch her­vor­ra­gend.

Kera­mik­in­lay

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Kro­nen

Wenn ein Zahn stark geschä­digt ist, wenn das „Loch“ also im Ver­gleich zum ver­blei­ben­den Rest­zahn zu groß ist, kommt eine Zahn­krone zum Ein­satz. Dazu beschleift der Zahn­arzt den ver­blei­ben­den, gesun­den Rest des Zahns zu einer Art Stumpf. Auf die­sen Stumpf wird ein künst­li­cher Zahn­teil gesetzt und dau­er­haft fest ver­bun­den. Natür­li­cher Zahn­stumpf plus künst­li­che Krone sehen von der Form her nicht nur aus wie ein natür­li­cher Zahn. Sie füh­len sich im Mund auch so an.

Gold­krone
Kera­mik­ver­blend­krone

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Brü­cken

Zahn­lü­cken wer­den durch Brü­cken geschlos­sen. Die benach­bar­ten, ste­hen geblie­be­nen Zähne ver­wen­det man dabei als Brü­cken­pfei­ler: Sie wer­den über­kront und die­nen der dau­erf­haf­ten Befes­ti­gung der Brü­cke. Den feh­len­den Zahn bezie­hungs­weise die feh­len­den Zähne ersetzt man durch künst­li­che Zähne (Brü­cken­glie­der). Für die Her­stel­lung von Brü­cken ste­hen heute ver­schie­dene Mate­ria­lien zur Ver­fü­gung. Weit ver­brei­tet sind sta­bile Metall­kon­struk­tio­nen, die mit einer Kera­mik­schicht über­zo­gen (ver­blen­det) und dadurch dem Aus­se­hen der Nach­bar­zähne ange­gli­chen wer­den. Aber auch voll­ke­ra­mi­sche, metall­freie Brü­cken fin­den immer häu­fi­ger ihren Ein­satz. Sie sind sowohl all­er­gie­neu­tral als auch ästhe­tisch so hoch ent­wi­ckelt, dass sie von den natür­li­chen Zäh­nen nicht zu unter­schei­den sind.

Inlay­brü­cke mit Metall­ke­ra­mik
voll­ke­ra­mi­sche Brü­cke

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Klam­mer­pro­the­sen (auch: “Modell­guss”)

Für den Ersatz meh­re­rer feh­len­der Zähne ver­wen­det man Teil­pro­the­sen. Dabei wird die Zahn­lü­cke durch Kunst­stoff­zähne geschlos­sen und die gesamte Kon­struk­tion mit Klam­mern an den benach­bar­ten, ste­hen geblie­be­nen natür­li­chen Zäh­nen befes­tigt. Aus die­sem Grunde nennt man sie auch Klam­mer­pro­the­sen. Diese Art des Zahn­ersat­zes ist voll­stän­dig her­aus­nehm­bar.

Klam­mer­pro­these

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Kom­bi­na­ti­ons­ar­bei­ten

Für das Befes­ti­gen von Teil­pro­the­sen durch Metall­klam­mern um benach­barte Zähne hat die moderne Zahn­technik wesent­lich kom­for­ta­blere, ästhe­tisch anspruchs­vol­lere und zahn­sub­stanz­scho­nende Alter­na­ti­ven ent­wi­ckelt. Sie basie­ren dar­auf, dass ein Teil des Zahn­ersat­zes her­aus­nehm­bar ist und mit einem im Mund fest­sit­zen­den Teil zusam­men­ge­steckt wird. Von außen sind diese Befes­ti­gun­gen nicht sicht­bar.

Eine Methode besteht darin, die benach­bar­ten Pfei­ler­zähne mit Tele­s­kop­kro­nen (Dop­pel­kro­nen) zu über­kro­nen. Die Gegen­stü­cke zu den Tele­s­kop­kro­nen befin­den sich an der Modell­guss­pro­these, so dass die Hal­te­run­gen der Pro­these ein­fach auf die Pfei­ler auf­ge­scho­ben wer­den kön­nen. Die Teil­pro­these braucht also keine Befes­ti­gung durch Metall­klam­mern mehr.

Eine andere Befes­ti­gungs­mög­lich­keit sind soge­nannte Geschiebe. Sie kön­nen mit Steck­ver­bin­dun­gen ver­gli­chen wer­den, die in die Rück­sei­ten der Pfei­ler­zähne fest ein­ge­ar­bei­tet sind und deren Gegen­stü­cke sich am her­aus­nehm­ba­ren Pro­the­sen­teil befin­den.

Für die Ver­an­ke­rung von Kom­bi­na­ti­ons­ar­bei­ten eig­nen sich auch Implan­tate her­vor­ra­gend.

Kom­bi­nier­ter Zahn­ersatz: Her­aus­nehm­bare Teile wer­den auf fest­sit­zende Ver­an­ke­run­gen auf­ge­scho­ben.
Geschie­be­pro­these

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“Zahn­ersatz von A‑Z”.

Implan­tate

Die Königs­dis­zi­plin der Zahn­heil­kunde: künst­li­che Zahn­wur­zeln. Wenn ein Zahn fehlt, pflanzt der Zahn­arzt oder Kie­fer­chir­urg eine Art Metall­wur­zel in den Kie­fer­kno­chen ein. Auf diese Wur­zel wird ein künst­li­cher Zahn fest­ge­schraubt. Was sich so sim­pel und mecha­nisch anhört, ist tat­säch­lich die kom­for­ta­belste und ästhe­tischste Art, Zahn­ersatz zu tra­gen. Der implan­tat­ge­tra­gene künst­li­che Zahn fühlt sich an wie ein natür­li­cher – und sieht auch genauso aus. Der Zahn­ersatz sitzt sicher und fest. Die ver­blie­be­nen natür­li­chen Nach­bar­zähne brau­chen nicht als Stütz­pfei­ler zu die­nen. Durch ihre feste Ver­an­ke­rung im Kie­fer sind Implan­tate her­vor­ra­gend als Befes­ti­gung für her­aus­nehm­ba­ren Zahn­ersatz in Form von Kom­bi­na­ti­ons­ar­bei­ten bis hin zu Voll­pro­the­sen geeig­net.

Skizze eines Implan­tats

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Voll­pro­the­sen

Wenn keine natür­li­chen Zähne im Kie­fer mehr vor­han­den sind, muss eine Voll­pro­these her­ge­stellt wer­den. Sie ersetzt die gesamte Zahn­reihe im Ober- und/oder im Unter­kie­fer. Durch die indi­vi­du­elle Gestal­tung der Pro­the­sen­zähne in Form, Farbe und Stel­lung sowie durch fle­xi­ble Farb­an­pas­sung des Kunst­stoff­zahn­fleischs ist die Ästhe­tik von Voll­pro­the­sen heute auf einem sehr hohen Niveau. Hoch­qua­li­ta­tive Voll­pro­the­sen haf­ten – wenn die gege­be­nen Kie­fer­ver­hält­nisse es zulas­sen – pass­ge­nau und sicher. Zusätz­li­che Haft­mit­tel sind nicht not­wen­dig. Sehr exakt und sicher kön­nen Voll­pro­the­sen auf Implan­ta­ten ver­an­kert wer­den.

Total­pro­these

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Der Name der Zähne

Drei­fünf bis drei­sie­ben, vier­acht „f“ – alles klar? Wenn Sie sich auch schon ein­mal gefragt haben, wel­che gehei­men Bot­schaf­ten sich hin­ter die­sem Zah­len­rät­sel ver­ber­gen, wir geben Ihnen die Ant­wort.

In der Zahn­me­di­zin hat jeder Zahn in Ihrem Mund einen Namen in Form einer zwei­stel­li­gen Zahl. Die Zahl bezeich­net die Lage des betref­fen­den Zah­nes im Mund. Grund­lage der Iden­ti­fi­zie­rung sind zwei Prin­zi­pien:

Der Mund wird in vier Qua­dran­ten unter­teilt. Der erste Qua­drant ist – aus Ihrer Per­spek­tive – die rechte Seite Ihres Ober­kie­fers, der zweite die linke Seite Ihres Ober­kie­fers, der dritte Qua­drant die linke Seite Ihres Unter­kie­fers und der vierte Qua­drant die rechte Seite Ihres Unter­kie­fers. Die erste Zif­fer im Namen des Zah­nes gibt den Qua­dran­ten an, in dem er sich befin­det.

Die Zähne wer­den durch­num­me­riert, und zwar von vorn nach hin­ten. Der Schnei­de­zahn ist also der Ein­ser, der Weis­heits­zahn der Ach­ter. Die lau­fende Num­mer des Zah­nes wird durch die zweite Zif­fer im Namen ange­ge­ben.

Zahninfos: Zahnschema Oberkiefer
Zahninfos: Zahnschema Unterkiefer
Zahninfos: Zahnschema Oberkiefer

Zahn­schema

Nun, wis­sen Sie jetzt, was die oben genannte Drei­fünf bedeu­tet? Rich­tig: Es han­delt sich um den fünf­ten Zahn von vorn auf der lin­ken Seite des Unter­kie­fers. Und vier­acht „f“ bedeu­tet, dass Ihnen der Weis­heits­zahn unten rechts fehlt.

Die gra­fi­sche Dar­stel­lung des Zahn­sche­mas ist immer aus der Per­spek­tive des Zahn­arz­tes gese­hen. Die Kreuz­form ist also der Zustand, den der Zahn­arzt sieht, wenn Sie den Mund geschlos­sen haben und die Zähne flet­schen. Die bogen­för­mige Dar­stel­lung stellt den geöff­ne­ten Mund des Pati­en­ten dar.

Pro­bie­ren Sie es doch ein­mal aus. Ihr Zahn­arzt wird schwer beein­druckt sein, wenn Sie ihm bei Ihrem nächs­ten Besuch sagen, er möge sich doch bitte den Vier­dreier genauer anse­hen.

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Gesichts­bo­gen: den Kau­be­we­gun­gen auf der Spur

Zähne sind ein wich­ti­ger Teil des gesam­ten Sys­tems „Kör­per“. Bei einem Ein­griff im Bereich der Zähne – zum Bei­spiel wenn ein Zahn über­kront wird – sind die Aus­wir­kun­gen die­ses Ein­griffs auf die Kie­fer­ge­lenke zu berück­sich­ti­gen. Der Gesichts­bo­gen lie­fert Erkennt­nisse über die Kau­be­we­gun­gen, die in die Her­stel­lung des Zahn­ersat­zes mit ein­flie­ßen. Unser Labor bie­tet Ihrem Zahn­arzt eine Funk­ti­ons­ana­lyse Ihres Kie­fers an.

Zahninfos: Foto eines Gesichtsbogen zur Funktionsanalyse der Kieferbewegung
Gesichts­bo­gen zur Funk­ti­ons­ana­lyse der Kie­fer­be­we­gun­gen
Zahninfos: Illustration eines Pfeilwinkelregistrat
Ein Pfeil­win­kel­re­gis­trat gibt Auf­schluss über Kau­be­we­gun­gen
Zahninfos: Störung durch Fehlstellungen in der Verzahnung
Stö­run­gen durch Fehl­stel­lun­gen in der Ver­zah­nung

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Anfahrt & Kon­takt

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SCHIEB­LER Zahn­technik GmbH

Bei der Johan­nis­kir­che 6, 22767 Ham­burg-Altona
040–43133030
040–43133034
info@schiebler-zahntechnik.de
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Sie errei­chen uns mit den S‑Bahn-Linien S11, S21 und S31, Bahn­hof Hols­ten­straße. Wenn Sie den S‑Bahnhof ver­las­sen, gehen Sie bitte ein Stück die Stre­se­mann­straße Rich­tung Innen­stadt und dann rechts in die Max-Brauer-Allee, Sie sehen dann bereits die Johan­nis­kir­che. Die Bus­li­nie 115 führt Sie auch zu unse­rem Labor, stei­gen Sie an der Hal­te­stelle Stern­brü­cke aus.

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Ich habe die Daten­schutz­er­klä­rung zur Kennt­nis genom­men. Ich stimme zu, dass meine Anga­ben und Daten zur Beant­wor­tung mei­ner Anfrage elek­tro­nisch erho­ben und gespei­chert wer­den. Hin­weis: Sie kön­nen Ihre Ein­wil­li­gung jeder­zeit für die Zukunft per E‑Mail an info@schiebler-zahntechnik.de wider­ru­fen.